Bezauberndes Stavern

Stavern, Norwegens kleinste Stadt, hat seine
charmante und besondere
Eigenart mit engen Gassen und alten Holzhäusern
bewahrt und zählt zweifellos zu den Perlen an Norwegens Küsten. Die
Künstlerstadt Stavern ist beliebtes Ziel für Touristen aus dem In – und
Ausland und Treffpunkt vieler Künstler, die ihre Werke ganzjährig in
zahlreichen Galerien präsentieren.

Ein durch die Meeresenge bedingtes
meteorologisches Phänomen beschert Stavern durchschnittlich 200 Sonnentage
im Jahr und es ist im Sommer angenehm warm. Frühjahr und Herbst beeindrucken
oftmals mit sonnenklaren Tagen, besonders dann, wenn blauer Himmel und Meer
sich zu einem unvergleichlichen Horizont vereinen. Das Städtchen ist für
Jung und Alt, Familien, Reisegruppen und Individualtouristen ein attraktives
Ziel für alle Jahreszeiten.
Stavern ist durch die täglichen Fährverbindungen
von
Dänemark (Hirtshals) nach Norwegen (Larvik) leicht zu erreichen. Der
Flughafen Sandefjord-Torp liegt in unmittelbarer Nähe – ca. 25 Km von
Stavern entfernt.
Saisonhöhepunkt ist zweifellos der Sommer. Zu
dieser Jahreszeit „kocht“ Stavern gleichsam wie mediterrane Orte über – die
Einwohnerzahl verdoppelt sich und das Städtchen bietet eine Unzahl von
Sommeraktivitäten an. Besonders der Juni Juli August mit seinem Festprogramm
– Glade Dager – bietet täglich abwechslungsreiche Unterhaltung für Kinder
und Erwachsene und jeder kommt auf seine Kosten. Gastronomische Leckerbissen,
Einkaufsbummel, Spaziergänge zur Kaianlage und zum Hafen, Galerien und
Ausstellungen, oder einfach nur Erholung an kleinen Sandstränden und Klippen
– der Tourist hat die Qual der Wahl!

Auch Frühjahr und Herbst sind attraktive
Reisezeiten mit vielen Aktivitätsangeboten. Angeln, Wandern, Bootsfahrten in
die Fjorde, Radtouren und/oder die Erkundung einsamer malerischer
Meeresbuchten zum Verweilen ohne Stress und Hektik – dies alles prägt die
typische Atmosphäre Staverns und macht die Eigenart des Ortes aus. Im Winter
weht oft eine
kühle, erfrischende Brise und die Meeresbrandung
ist sehenswert. Skilangläufer finden in der Nähe geeignete Loipen und auch
für Anhänger des alpinen Skisports ist gesorgt. Eine Skistation liegt nur
ca. 40 Km von Stavern entfernt.
Stavern ist erlebnisreich! Hier eine Auswahl der
Höhepunkte.
Fredriksvern Werft
Das Zentrum von Stavern ist die Werft, die für
die wirtschaftliche Entwicklung und den
Aufschwung des Ortes sorgte. Das Werftgelände ist gut erhalten und heute ist
dort eine moderne Polizeischule untergebracht. Der Eingang liegt in
unmittelbarer Nähe des Hotels Wassilioff. Man schlendert entweder alleine
durch das Werftgelände und folgt den auf Schildern angebrachten
Beschreibungen der sehenswerten Gebäude oder schliesst sich einer kundigen
Führung an.
Geschichte der Werft
1750 befahl der dänische König Fredrik V. den
Bau von Fredriksvern Werft. Sie wurde Hauptstation für die Marine und
zugleich grösste Werft des Landes. Es dominieren ockerfarbige Baracken, die
früher als Bootsplätze und Quartiere für Kommandanten, Offiziere und
Mannschaften dienten. Von besonderem
historischen Interesse:
„Kadettbrakka“:
Die Baracke für die Kadetten, 1773
errichtet, ist eine der grössten Holzkonstruktionen
Norwegens. Ursprünglich wurde sie als Warendepot
für die Versorgung von 1000 Männern für
ein halbes Jahr und für die feste
Besatzung für den Zeitraum eines Jahres gebaut. Das Gebäude ist 70 Meter
lang, 11 Meter breit und hat vier Etagen.
„Kommandantboligen“ (Residenz des Kommandanten):
Diese wurde bereits 1751 fertiggestellt und hat zwei Flügel. In einem
befindet sich die Residenz des Kommandanten.

„Vaktstuen“ (Wachstube):
Sie wurde 1752 fertiggestellt. Das Gebäude hatte zwei Wachräume und eine
Arrestzelle (Parterre). Vier kleinere Arrestzellen befanden sich in der 1.
Etage.
„Galeiskurene“ (Trockendocks): Sie wurden
1766–1767 gebaut. Ingesamt wurden 10 Trockendocks angelegt, von denen noch 5
erhalten sind.
„Krutthuset“
(Waffenmagazin): Es handelt sich um ein massives Steingebäude und liegt fast
am Ausgang des Geländes in unmittelbarer Strandnähe. Das Gebäude wurde
1777–1779 gebaut und als Depot für die Norwegisch/Dänische Flotte benutzt,
die nach Fredriksvern verlegt wurde. 
Fredriksvern Kirche: Das
vielleicht bemerkenswerteste Gebäude aus dieser Zeit ist die Kirche,
die heute
ausserhalb des Geländes liegt, Fertigstellung 1756. Verschiedene bauliche
Stilelemente prägen die Kirche. Ausführliche Informationen siehe ausgelegte
Prospekte.
Blockhäuser: Die eigenartigen roten kubischen
Blockhäuser auf den Felsspitzen oberhalb der Stadt wurden als Teile der
gesamten Befestigungsanlage errichtet. Die Aussicht von dort ist sehenswert.
Citadelløya
Von der Kaianlage schaut man auf eine kleine
Insel, auf der eine Zitadelle steht. Boote bringen Sie von der Kaianlage zur
Insel. Zwischen den idyllischen Schären Staverns gelegen, die zum Hafen
führen, hatte die Zitadelle eine bedeutende Schutzfunktion. Sie wurde nach
1680 von Graf Ulrik Fredrik Gyldenløve erbaut und erhielt später den Namen
Citadelløya. Während des Nordischen Krieges (1700–1721) erhielt die
Zitadelle grosse Bedeutung. Zitadelle und Hafen wurden als einzige
Flottenstation für norwegisch – dänische
Kriegsschiffe
sowie Transportschiffe benutzt, wobei letztere für Post und Verpflegung
zwischen Dänemark und Norwegen sorgten.
In diesen Kriegsjahren entfaltete
der bekannte Seeheld Peter Wessel Tordenskiold seine Tätigkeiten in Stavern,
dem Hafen, den er von allen anderen nordischen Häfen am meisten anlief.
Heute ist Citadelløya eine idyllische
Erholungsstätte. Die alte Residenz des Kommandanten auf der Insel dient seit
Beginn des 20. Jahrhunderts als Ferienstätte und ist bei vielen Künstlern
Norwegens wie zum Beispiel Hans Gude, Christian Krogh und Odd Nerdrum sehr
beliebt, weil alle behaupten, dass der Aufenthalt auf der Insel ihre
Arbeiten inspiriert habe. Besuchen Sie die Insel! Wandern sie von der
Zitadelle die Klippen herauf zur Wetterstation. Eine herrliche Aussicht über Meer und Fjorde
erwartet sie.
Minnehallen
1926 wurde Minnehallen direkt an der Küste
errichtet. Minnehallen ist
das nationale norwegische Monument für während
der Weltkriege gefallene Seeleute. Das Monument mit seiner
charakteristischen Pyramidenform ragt heute als Landmarke auf einer
Seeklippe empor und weist Seeleuten den Weg nach Stavern. Die Aussicht über
Meer, Inseln, Fjorde und anliegende Ortschaften ist überwältigend. Von der
Werft kommend, kann man Minnehallen nicht verfehlen
Kyststien (Küstenpfad)
Der
längste markierte Küstenpfad Norwegens beginnt in Stavern (Ausgangspunkt:
Werft) und lädt zum Wandern ein. Der 35 Km lange Küstenpfad führt vorbei an
kleinen Sandstränden, wilden Klippen und malerischen Meeresbuchten. Die
frische Luft riecht nach Meer und Tang! Wir empfehlen einen Rucksack mit
Verpflegung, festes Schuhwerk, Badesachen, Angeln – und schon wird die
Wanderung entlang des Pfads für die ganze Familie zu einem einzigartigen
Erlebnis in einer herrlich abwechslungsreichen Küstennatur. Ruhe und
Entspannung sind garantiert. Manchmal hat man auch in der Hochsaison eine
kleine Bucht für sich allein! Der Pfad ist mit blauen Zeichen markiert, die
an Felsen, Bäumen oder Wegweisern zu erkennen sind.
Auf der Wanderung erlebt man viele Höhepunkte.
Der Pfad führt durch Brunlanes, eine
Gegend, die reich an geschichtlichen Funden ist. Archäologische Funde weisen
darauf hin, dass sich hier bereits vor mehreren tausend Jahren Menschen am
Ende der Eiszeit niedergelassen hatten. Historisch Interessierten wird ein
Abstecher zum Gutshof Austein empfohlen, wo Funde von der Steinzeit bis zur
Eisenzeit zu besichtigen sind.
Der
Küstenpfad berührt kleine verträumte Fischerhäfen wie Nevlunghavn und
Helgeroa. Der absolute Höhepunkt der Wanderung ist Mølen, eine gigantische
Moräne aus der Eiszeit – gelegen zwischen Nevlunghavn und Helgeroa. Die
Natur Mølens ist einzigartig – sowohl botanisch als auch geologisch. Der
Naturfreund wird in der kargen Natur wegen der mannigfaltigen Pflanzen und
Blumen auf seine Kosten kommen, Vogelliebhaber können sich an einem
Vogelschutzgebiet erfreuen. Oberhalb der Strandlinie (Achtung: Absolutes
Badeverbot!) sieht man viele imponierende Steinformationen aus der älteren
Eisenzeit.
Informationsschilder über Mølen sind aufgestellt.
Ein Besuch Mølens ist ein touristisches Muss – ein Erlebnis, das man nicht
vergisst!
Radtouristen und Rollstuhlfahrer sollten die
Hinweise in einer gesonderten Broschüre (erhältlich im Touristenbüro)
beachten, da einige Stellen des Küstenpfads für sie nicht passierbar sind.
Insel Svenner
Die
Insel Svenner ist ein beliebtes Ausflugsziel und der letzte Aussenposten vor
dem offenen Meer. Die Insel lockt sonnenhungrige Touristen an, ist ein El
Dorado für Angler, und bietet Platz für alle, die Ruhe, Entspannung und
Erholung suchen. Svenner ist geeignet für Familien,
die eine besondere Tagestour planen, und lädt zum Grillen
oder zu einem gemütlichen Schwätzchen ein. An Tagen mit klarer Sicht kann
man über den Oslofjord bis nach Schweden sehen. Wahrzeichen der Insel ist
ein über 40 Meter hoher Leuchtturm. Die ehemaligen Häuser für das
Leuchtturmpersonal bieten während des Sommers einfache Bewirtschaftung mit
Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung an. Überfahrten nach Svenner
stehen im Sommer täglich zur Verfügung (Abfahrt an der Kaianlage beim Hotel
Wassilioff) oder werden ausserhalb der Saison arrangiert. Die Tour nach
Svenner ist zu empfehlen und schon die ca. 30 Minuten dauernde Überfahrt ist
ein unvergessliches